Edith Busch Symposium brachte Experten aus neun Ländern zusammen
Freudenstadt-Lauterbad. Internationaler wissenschaftlicher Austausch mitten im Schwarzwald: Vom 7. bis 9. Oktober 2026 trafen sich im Fritz-Hotel in Lauterbad renommierte Mediziner und Wissenschaftler aus neun Ländern, um aktuelle Erkenntnisse zur Sklerodermie vorzustellen und über neue Perspektiven für die Therapie zu diskutieren.

Gemeinsam für neue Perspektiven: Die Teilnehmer des Edith Busch Symposiums 2026 im Fritz-Hotel in Lauterbad. Das internationale Fachtreffen bot Gelegenheit, persönliche Kontakte zu vertiefen und den länderübergreifenden Dialog innerhalb der Sklerodermie-Forschung zu stärken.
Die Teilnehmer waren aus Deutschland, Großbritannien, Portugal, der Schweiz, Italien, Österreich, China, den USA und Japan angereist. Das internationale Treffen bot ihnen Gelegenheit, neueste Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren, Erfahrungen miteinander zu teilen und unterschiedliche Ansätze aus verschiedenen Ländern miteinander zu vergleichen.
Zu dem Symposium eingeladen hatten die Stiftungsvorstände Martin Bäppler, Dr. Ulrich Schanbacher sowie Professor Thomas Krieg als wissenschaftlicher Beirat von der Universität zu Köln. Im Mittelpunkt standen neue Erkenntnisse über die Entstehung und die unterschiedlichen Ausprägungen der Sklerodermie sowie die Entwicklung neuer therapeutischer Möglichkeiten. Die zentrale Frage lautete dabei: Wie lässt sich das Krankheitsbild künftig noch genauer verstehen und damit gezielter auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen?
Die Sklerodermie umfasst verschiedene Krankheitsbilder. Bei der lokalisierten Form sind vor allem Haut und darunterliegendes Gewebe betroffen. Die systemische Sklerose kann dagegen neben der Haut auch innere Organe beeinträchtigen. Die Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler beschäftigen sich deshalb weltweit mit den unterschiedlichen Vorgängen im Körper, die bei der Entstehung und dem Verlauf eine Rolle spielen. Genau diese vielfältigen Aspekte standen beim Edith Busch Symposium im Mittelpunkt. In Vorträgen und anschließenden Diskussionen berichteten die Teilnehmer über ihre aktuellen Erkenntnisse. Dabei wurde unter anderem beleuchtet, warum sich die Krankheit von Mensch zu Mensch unterschiedlich entwickelt und welche Möglichkeiten sich daraus für eine individuellere Therapie ergeben.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf neuen medizinischen Ansätzen, von denen sich einige noch in der Entwicklung befinden. Gerade bei einer seltenen Krankheit ist die internationale Zusammenarbeit von besonderer Bedeutung. Wenn Erfahrungen und Erkenntnisse aus unterschiedlichen Forschungszentren zusammenkommen, können neue Fragestellungen entstehen und bereits vorhandene Ansätze gemeinsam weiterentwickelt werden.
Edith Busch Stiftung als Impulsgeber
Die Edith Busch Stiftung hat sich der Förderung der wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der Sklerodermie verschrieben. Sie unterstützt Projekte, die dazu beitragen, die komplexen Zusammenhänge der Krankheit besser zu entschlüsseln und neue Wege für die medizinische Versorgung zu eröffnen. Ein besonderes Anliegen der Stiftung ist zudem die Vernetzung von Wissenschaftlern und der internationale Dialog.Das Symposium in Lauterbad bot dafür einen besonderen Rahmen. Neben den Fachvorträgen blieb genügend Zeit für persönliche Gespräche und intensive Diskussionen. Gerade diese Begegnungen abseits des offiziellen Programms sind ein wichtiger Bestandteil solcher internationalen Fachtreffen.
Für Freudenstadt und die Region war die Veranstaltung zugleich eine besondere Gelegenheit, internationale Medizin vor Ort zu erleben. Wissenschaftler aus Europa, Asien und Nordamerika waren mehrere Tage im Schwarzwald zu Gast. Das Fritz-Hotel wurde damit zum Treffpunkt von Experten, die sich in unterschiedlichen Ländern mit einem gemeinsamen Ziel beschäftigen: die Sklerodermie besser zu verstehen und die medizinischen Möglichkeiten für die Betroffenen weiterzuentwickeln.
Nach zwei intensiven Tagen mit Vorträgen, Gesprächen und Diskussionen klang das Edith Busch Meeting am Freitag, 9. Oktober, mit einem gemeinsamen Frühstück und der Verabschiedung der Teilnehmer aus. Das Symposium verband damit internationale Spitzenmedizin mit persönlichem Dialog und machte Lauterbad für einige Tage zu einem Ort des weltweiten wissenschaftlichen Austauschs. Für die Edith Busch Stiftung war das Treffen zugleich eine weitere Möglichkeit, Menschen aus unterschiedlichen Ländern und wissenschaftlichen Einrichtungen miteinander zu vernetzen und damit neue Impulse für die Zukunft zu geben.